Egon Wellesz: Die Opferung des Gefangenen

  • Ein kultisches Drama in 1 Akt (1924/1925)
  • Dauer: 65’
  • Instrumentierungsdetails:
    4·3·4·3 - 6·4·3·1 - Pk., Schl. - Hf., Cel. - Str. - auf der Bühne: 3 Trp., 3 Pos., Rührtrommel
  • Chor: SATB
  • Rollen: Der König, Die Königin, stumme Rollen / Die Prinzessin, Tänzerin / Der Älteste des Rates, Baß / Der Feldherr, Bariton / Der gefangene Prinz, Tänzer / Der Schildträger des Prinzen, Tenor / Zwei gefangene Frauen: Sopran, Alt
  • Komponist: Egon Wellesz
  • Textdichter: Eduard Stucken
  • Textquelle: ein indianischer Text
  • Textbearbeiter: Egon Wellesz

Werkeinführung

Als einzige dramatische Gestaltung einer heroischen Welt, die nach reicher Blüte mit einem Schlage durch fremde Gewalt ihr Ende fand, ist aus vorkolumbischer Zeit dieses westindische Trauerspiel erhalten geblieben. Der Abbé Brasseur sah 1856 eine Aufführung des seit einem Menschenalter nicht mehr gespielten Tanzdramas, aus dem der Geist einer vergangenen Größe sich den Nachkommen enthüllte, und zeichnete es auf. Der Dichter der ’Weißen Götter’, Eduard Stucken, hat es in unsere Sprache übertragen, und durch eine Bearbeitung, die aus eigenem nichts hinzufügte, sondern nur den Kontur des Dramatischen stärker zog, dieses kostbare Werk unserer Zeit gegeben.

(Vorwort des Textbuches)

Uraufführung

Ort:
Köln (DE)
Datum:
10.04.1926

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