Luciano Berio: Ein König horcht

Luciano Berio Ein König horcht
Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Kompositionsjahr:
1979-1983
Untertitel:
Musikalische Handlung in 2 Teilen
Komponist:
Luciano Berio
Original-Sprache:
Italienisch
Übersetzer:
Burkhart Kroeber (17.01.1984)
Librettist:
Italo Calvino
Dichter d. Textvorlage:
Wysan Hugh Auden; F. W. Gotter; William Shakespeare
Rollen:
Prospero, Bassbaritonഀ Regisseur, Tenorഀ Freitag, Schauspielerഀ Protagonist, Sopranഀ Soprane I und IIഀ Mezzosopranഀ 3 Sänger: Tenor, Bariton, Bassഀ mehrere kleine Partienഀ Ballett
Chor:
SATB
Solisten:
Sopran; Mezzosopran; Tenor; Bassbariton
Instrumentierung:
3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
kleine Klarinette in Es
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B (+3. Kl(B))
Tenorsaxophon in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Basstuba
Schlagzeug(2)
Akkordeon
Klavier auf der Bühne (2 Spieler)
Keyboard/Celesta (1 Spieler)
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Scenery:
1
Dauer:
90’
Widmung:
A Margherita Kalmus
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Hörbeispiele

Ein König horcht
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

„Diesen Akkord vergisst niemand, der ihn je gehört hat. Ein stehender Klang aus acht Tönen, ein Klang mit Schärfen und Kanten, der bald aber seine Schönheit offenbart und den Hörer mit magischer Gewalt fesselt. Mit diesem Akkord beginnt Un re in ascolto.“ – schrieb Michael Schaefer anlässlich der Aufführung des Werks 2015 an der Staatsoper Kassel.

Berio bezeichnete das Werk im Untertitel als „azione musicale“, also „musikalische Handlung von Luciano Berio und Italo Calvino“. Er vermeidet bewusst die traditionellen Bezeichnungen des Musiktheaters. Un re in ascolto ist das Ergebnis eines ständigen Dialogs im Zeichen der Phantasie: ein Dialog zwischen einem Komponisten mit außerordentlichen expressiven und virtuosen Möglichkeiten und starkem intellektuellem Engagement und einem Schriftsteller, der es durch einen Griff zu einer Poesie des Absurden, des Irrealen und des Grotesken mehr als andere verstanden hat, die Ängste und Konflikte unserer Zeit zu dokumentieren.

Es gibt keine Vorgeschichte, es gibt weder ein Handlungsgeflecht noch eine Handlung aus Ereignissen und Gefühlen, die von den Personen zum Ausdruck gebracht werden, die singend sich mit moralischen Konflikten auseinandersetzen, sondern die Analyse einer Situation und die Darstellung eines Abschieds.

Versuch einer Synopsis: Prospero, der Theaterdirektor, sitzt allein in seinem Büro, während man auf der Bühne daneben eine neue musikalische Aufführung von Shakespeares Sturm probt. Es gibt viele Schwierigkeiten, und es herrscht einiges an Verwirrung. Der Direktor träumt von einem anderen Theater. Er wird von Unwohlsein befallen, und im Fieberwahn bedrängen ihn die Erinnerungen. Er stirbt – allein, auf einer leeren Bühne.

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Sonderausgaben

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Klavierauszug
, 90’
Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Studienpartitur
, 90’
Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Studienpartitur
, 90’
Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Dirigierpartitur
, 90’
Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Studienpartitur
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Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Studienpartitur
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Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Ein König horcht

Luciano Berio: Ein König horcht

Dirigierpartitur
, 90’
Besetzung: 3 3 4 3 - 3 3 3 1 - Schl(2), Akk, Klav(2 Spieler), Tsax, Keyb, Str

Premiere

Ort:
Salzburg
Datum:
07.08.1984
Orchester:
Wiener Philharmoniker
Dirigent:
Lorin Maazel

Pressestimmen

Eine Oper, die von der Unzulänglichkeit des Theaters spricht, die Utopie eines ‚anderen’ Theaters proklamiert und ihr beim Scheitern zusieht, wird durch Text und Musik, durch Inszenierung, Dirigat und Sängerleistung (stellvertretend seien genannt: Claudia Grundmann, Annette Annette Johansson, Julia Neumann und Judith Gennrich) zu einem Stück großem Theater. (Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 04. Februar 2008) ഀ

Die Berio-Oper, in Verbindung mit dem Klang-Zeit-Festival auf die Bühne gebracht, ist keine leichte Kost. Aber ein Beleg dafür, was Theater leisten kann. (Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 04. Februar 2008)

Ein von Luciano Ventura glänzend geleitetes Orchester, ein von seiner neuen Leiterin Donka Miteva präzise geführter Chor, hervorragende Stimmen, denen die Partitur viel Raum zur Entfaltung lässt, und eine Regie, die auch dem Unverständlichen noch ein stimmiges Bild zuordnen konnte: das Premierenpublikum dankte nach eineinhalb mitreißenden Stunden mit langanhaltendem Applaus und begeisterten Bravos allen Beteiligten für diesen erlebenswerten Opernabend. (Hans Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 04. Februar 2008)

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