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Peter Kolman: Monumento per 6.000.000

  • für Orchester
  • 3 3 3 3 - 4 4 4 0 - Perc(8), Hf, Str
  • Dauer: 13’
  • Instrumentierungsdetails:
    3 Flöten (+ 1. auch Picc.)
    3 Oboen
    3 Klarinetten in B
    3 Fagotte
    4 Trompeten in C
    4 Hörner in F
    4 Posaunen
    1. & 2. Percussion
    3. & 4. Percussion
    5. & 6. Percussion
    7. & 8. Percussion
    Harfe
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
  • Komponist: Peter Kolman
  • Widmung: Zum Gedenken an die Umgekommenen, zur Mahnung an die Überlebenden

Werkeinführung

Nach der Komposition Panegyrikos, dank der Erfahrung mit der Wandlung der Struktureinheiten, des Fließtempos und der Zuordnung von sonischen Kontrastflächen, schuf der Komponist eine Orchesterkomposition, die er den Holocaust-Opfern widmete. Sie trägt den Titel Monumento per 6.000.000. Das einsätzige Werk in 3 Teilen für Orchester entstand zwischen 1964 und 1966 und soll ein musikalisches Denkmal für die Opfer der deutschen Konzentrationslager darstellen. Die Rückkehr des Komponisten zum Thema des 2. Weltkrieges geschah nicht zufällig, sondern war mit seinen authentischen Erlebnissen verbunden. Er fühlte sich innerlich verpflichtet, ein ehrenvolles Denkmal den zu Tode gequälten Opfern zu erbauen und an die Schrecken, die mit dem Menschenhass zusammenhängen, zu erinnern. Die Widmung, die in die musikalische Sprache einging, bestimmt auch die der Partitur: Zum Gedenken an die Umgekommenen, zur Mahnung an die Überlebenden.

„Da ich selber im KZ Theresienstadt war, wusste ich später als Komponist, dass ich ein Werk für die Opfer des Holocaust – zu denen auch ein Großteil meiner Familie gehört – schreiben werde. Denn die Erinnerungen sind stets gegenwärtig: wir sind verurteilt diese mit uns zu tragen, wie einen Rucksack, den man nicht ablegen kann”.

Die Ernsthaftigkeit, die Kolman diesem Werk beigemessen hat, bezeugt auch die Revision der Partitur, die er viele Jahre nach der Uraufführung, erst 1996 vollzog. Im Rahmen dieser Revision präzisierte er die Struktur, unterstrich die Funktion der Schlaginstrumente im tektonischen Plan und betonte die Wirkung des finalen jüdischen Gesangs – der Klang der Solovioline ertönt aus einem Raum außerhalb des Orchesters.

Susanna Balaun

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
Bratislava (SK)
Datum:
25.04.1965
Dirigent:
Andrzej Markowski

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