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Alfred Schnittke: Konzert

  • für Oboe, Harfe und Streichorchester
  • Dauer: 16’
  • Komponist: Alfred Schnittke
  • Widmung: Heinz und Ursula Holliger und den Zagreber Solisten gewidmet

Werkeinführung

Der Komponist schrieb dieses Werk als Auftragsarbeit für die Zagreber Biennale von 1971 und widmete es den beiden Solisten Heinz und Ursula Holliger. Ursprünglich sollte das Werk den Titel „Trauerkonzert“ tragen. Der innere Beweggrund dazu war der Tod des sowjetischen Malers Juli Soster, mit dem Schnittke im Filmbereich zusammengearbeitet hatte. Dementsprechend ist auch der Charakter dieser Musik, die eine von Leiden geprägte Rhetorik durchzieht und zugleich Merkmale eines langsamen Trauerzuges aufweist. Doch werden diese dunklen Stimmungszonen überwunden durch dynamische Aufbrüche und sogar durch einen Tanz, der die Kulmination des Werkes darstellt. Ausgiebig nutzt Schnittke in diesem Werk die spieltechnischen Entdeckungen und Entwicklungen von Heinz Holliger, so die Möglichkeiten, auf der Oboe Akkorde zu spielen oder die Klangfarbe zu wechseln. Eingeleitet wird das einsätzige Werk durch einen langsamen Prolog. Den Gegenpol bildet ein Epilog. Dieser Typus einer Rahmenfarm ist kennzeichnend für Schnittkes dramaturgische Gestaltung von großen Formen.

Hörbeispiele

Uraufführung

Ort:
Zagreb (HR)
Datum:
09.05.1971
Orchester:
Zagreb Soloists
Dirigent:
Igor Gjadrov
Hauptsolisten:
Heinz Holliger, ob; Ursula Holliger, hp

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