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Anton Webern: 1. Kantate

  • für Sopran, gemischten Chor und Orchester
  • 1 1 2 0 - 1 1 1 0 - Pk, Schl, Hf, Cel, Mand, Str ohne Kb
  • Dauer: 8’
  • Solisten:
    Sopran
  • Instrumentierungsdetails:
    Flöte
    Oboe
    Klarinette in B
    Bassklarinette in B
    Horn in F
    Trompete in C
    Posaune
    Pauken
    Schlagzeug
    Celesta
    Mandoline
    Harfe
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
  • Chor: SATB
  • Komponist: Anton Webern
  • Textdichter: Hildegard Jone
  • Original-Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Eric Smith

Abdruckgenehmigung (digital/analog)

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Werkeinführung

Die Reihe dieses Werkes (1938/39) ist krebssymmetrisch gebaut. Im kurzen ersten Satz werden die vier Textzeilen vom Chor a capella vorgetragen. Das Orchester trennt die Abschnitte durch kurze Einwürfe. Besonders auffällig sind die drei viertönigen Akkorde zu Beginn des Orchestervorspiels, die mehrfach modifiziert wiederkehren und das Erwachen eines neuen harmonischen Bewusstseins bei Webern signalisieren. Der zweite Satz (mit Sopran-Solo) erinnert in seiner aufgelockerten, solistischen Faktur und den weitgespannten melismatischen Bögen an Weberns Liedkompositionen. Im dritten Satz hat Webern aufs Neue die große Synthese divergierender traditioneller Formen versucht: „Es ist der Konstruktion nach eine vierstimmige Doppelfuge. Aber Thema und Gegenthema verhalten sich wie Vorder- und Nachsatz (Periode), womit also wieder die Elemente der anderen (horizontalen) Darstellungsart hereinspielen. Man könnte auch von einem Scherzo sprechen, auch von Variationen! Doch ist es eine strenge Fuge. Für Chor, Sopran-Solo und Orchester“ (Webern 1939 an Willi Reich).

Manfred Angerer

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