Anton Webern: 4 Lieder

  • für Gesang und Orchester
  • 1 0 2 0 - 1 1 1 0 - Glsp, Hf, Cel - Str
  • Dauer: 6 - 7'
  • Solisten:
    Gesang
  • Instrumentierungsdetails:
    Fl.(auch Picc.), Klar., Bassklar. - Hrn., Trp., Pos. - Glsp. - Hf., Cel. - Vl., Vla., Vcl., Kb.
  • Komponist: Anton Webern
  • Textdichter: Hans BethgeKarl KrausGeorg Trakl
  • Übersetzer: Eric Smith
  • Inhaltsverzeichnis:
    Wiese im Park
    Die Einsame
    In der Fremde
    Ein Winterabend
  • Widmung: Dr. Norbert Schwarzmann gewidmet

Werkeinführung

Diese Lieder für Gesang und Kammerorchester nach Texten von Karl Kraus, Wang-Seng-Yu, Li-Tai-Po (letztere aus der „Chinesischen Flöte“ in der Übersetzung von Hans Bethge) und Georg Trakl schrieb Webern zwischen 1914 und 1918. Sie sind seine umfangreichsten Liedkompositionen, gleich weit entfernt von der kargen Aphoristik der vorangegangenen Instrumentalwerke wie von den intimen Miniaturen der Lieder op. 3 und 4. Die Rolle des Instrumentalensembles hat sich im Vergleich zu den Liedern op. 8 ganz entscheidend gewandelt. Es ist zum gleichberechtigten Partner der Singstimme geworden und stellt seine vielfältigen, raffiniert eingesetzten Farbwirkungen in den Dienst der Wortausdeutung. Die weichen, kantablen Linien des Vokalparts, die zarten, sich in immer neuen Kombinationen mischenden Klänge des solistisch besetzten Orchesters entsprechen den traumverlorenen, schwermütig-dunklen Texten. In diesen Liedern findet der subjektive und schwerblütige Lyrismus des frühen atonalen Webern seinen verklärenden Abschluss voller Klangmagie und verwirrendem Reichtum an geheimen, unbewusst wirksamen musikalischen Korrespondenzen.

Manfred Angerer

Hörbeispiele

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