Francis Burt: Echoes

  • für 9 Spieler
  • Fl, Kl, Hr, Trp, Schl, Klav, Vl, Va, Vc
  • Dauer: 10’
  • Instrumentierungsdetails:
    Fl, Kl - Hr, Trp - Schl - Klav - Vl, Va, Vc
  • Komponist: Francis Burt

Abdruckgenehmigung (digital/analog)

Angaben zum Werk

Anfragesteller

Informationen zur Publikation

Bitte kontrollieren Sie nochmals die von Ihnen angegebenen Daten - herzlichen Dank.

Die Lizenz, sowie unsere Konditionen erhalten Sie schriftlich. Durch Anklicken des Buttons "Anfrage senden" übermitteln Sie uns Ihre Daten, welche von der Universal Edition geprüft werden. Es steht der Universal Edition frei, Ihnen auf Grundlagen Ihrer Angaben ein Anbot zu übermitteln. Aus der Übermittlung Ihrer Anfrage kann noch kein Anspruch auf Erteilung einer Lizenz abgeleitet werden.

Werkeinführung

Auch die 1988/89 entstandenen Echoes für neun Spieler, die ein Motto von Peter Huchel inhaltlich ausdeuten und gleichzeitig allgemein gestische wie inhaltlich[-]szenische Vorstellungen in Musik umsetzen, sind von einem metaphysischen Sujet geprägt. Das Motto („Die Gaukler sind fort Sie gingen lautlos dem weißen Wasser nach.“) prägt gleich die anfänglichen Trompetenrufe, deren Motivik durch das gesamte Stück präsent bleibt. Oft auf drei Ebenen gebündelt, ergeben „Minicluster“ lineare Entwicklungen, das heißt, dass drei dreistimmige Melodiezüge ein „polylineares“ Geflecht kontrapunktischer Ausrichtung konstituieren und so für ein überaus dichtes Gewebe sorgen. Die linear aufgerichteten Klangflächen von Unter der blanken Hacke des Monds scheinen kammermusikalisch adaptiert, die dramatischen Ballungen von Der Golem symbolistisch verfeinert, die Impressionen von Morgana inhaltlich verdeutlicht. Und wie sich die Entwicklung des Burtschen Idioms von Werk zu Werk völlig logisch und zielgerichtet vollzog, wie gleichsam jedes Werk Summe und Ergebnis aller vorangegangenen Opera war, so stellen sich auch die Echoes als vorläufige Zusammenfassung eines Weges dar, dessen Konsequenz von Anfang an besticht.

Francis Burt hat sein Werk inhaltlich folgendermaßen kommentiert:  „Anhand des Verschwindens der Gaukler und anderer archetypischer Figuren beklagt Peter Huchel den Auszug des Göttlichen aus der Welt. Mein Werk beginnt und endet mit Trompetenrufen, denn die Trompete war immer ein Instrument der Gaukler und der Clowns. Ist es aber wirklich möglich, so ohne weiteres und, wie so viele Komponisten es heute tun, so direkt und ohne Ironie und Kommentar prägnante, assoziationsgeladene Motive vergangener Epochen in einen völlig fremden musikalischen Kontext einzubauen? Oder sind die bunten Figuren der musikalischen Vergangenheit wie jene in Peter Huchels Gedicht uns entschwunden, dem weißen Wasser nachgegangen und nur noch als Echo wahrnehmbar?“

Hörbeispiele

Zuletzt angesehene Werke

Keine zuvor angesehenen Werke