Dmitri Schostakowitsch

Dmitri Schostakowitsch Biographie

1906 – Am 25. September wird Dmitri Schostakowitsch in Petersburg geboren.

1915 – Erster Klavierunterricht - erst durch seine Mutter, ab Herbst des Jahres an der Musikschule.

1917 – Vor den Augen des jungen Komponisten wird ein Arbeiter erschossen. Erste Kompositionsversuche.

1919–1925 – Unterricht am Petrograder Konservatorium. Scherzo für Orchester op. 1 (1919).

1922 – Durch den Tod des Vaters gerät die Familie in finanzielle Schwierigkeiten, Schostakowitsch erhält ein Stipendium.

1923 – Der Komponist erkrankt an Tuberkulose und muss operiert werden. Nach der erfolgreichen Genesung Arbeit als Pianist in einem Stummfilmkino. Beginn der Abschlussarbeit 1. Symphonie, die 1925 beendet wird (UA 1926).

1927 – Schostakowitsch und Alban Berg lernen sich kennen. Als musikalischer Berater und Pianist am Theater in Moskau tätig. Beginn der Oper Die Nase; 2. Symphonie; erste Filmmusik zum Stummfilm Das neue Babylon.

1929 – Mitarbeit am Leningrader Theater der Arbeiterjugend. 3. Symphonie (UA 1930).

1930 – UA von Die Nase - nach 15 Aufführungen verschwindet das Werk für 44 Jahre vom Spielplan der sowjetischen Theater. Oper Lady Macbeth von Mzensk (UA 1934).

1932 – Wahl in den Vorstand der Leningrader Abteilung des Sowjetischen Komponistenverbandes. Heirat mit Nina W. Warsar. 24 Préludes für Klavier (UA 1933).

1933Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester op. 35.

1935
– Stalin verlässt während einer Aufführung der Lady Macbeth in Moskau die Vorstellung. 4. Symphonie (UA 1961 Moskau).

1936 – Tochter Galina wird geboren. Auf Weisung des Zentralkomitees der KPdSU erscheinen in der Zeitung Prawda vernichtende Kritiken über die Werke Lady Macbeth und das Ballett Der helle Bach.

1937 – Schostakowitsch übernimmt die Kompositionsklasse am Leningrader Konservatorium. 5. Symphonie.

1938 – Geburt des Sohnes Maxim. 1. Streichquartett.

1939 – Ernennung zum ordentlichen Professor. 6. Symphonie.

1940 – Verleihung des Ordens des Roten Banners. Klavierquintett.

1941 – Stalin proklamiert den „Großen Vaterländischen Krieg“. Schostakowitsch bemüht sich erfolglos um die Aufnahme in die Rote Armee. Evakuierung nach Kuibyschew. Leningrader Symphonie (7. Symphonie) zum Gedenken Lenins komponiert (UA 1942).

1942 – Erhält für die 7. Symphonie den Stalinpreis.

19438. Symphonie.

1944 – Rückkehr nach Leningrad. 2. Trio für Klavier, Violine und Violoncello; 2. Streichquartett.

19459. Symphonie, von der sich Stalin aufgrund fehlender Monumentalität enttäuscht zeigt.

1946 – Erhält für das Trio Nr. 2 den Stalinpreis.

1947 – Erneute Professur am Leningrader Konservatorium. Verleihung des Leninordens.

1948 – Auch die 7., 8. und 9. Symphonie werden einer negativen Kritik unterzogen. Schostakowitsch verliert alle Lehrstellen. 1. Violinkonzert (UA Leningrad 1955).

1949 – Reise als Delegierter nach New York zum Panamerikanischen Kongress für Kultur und Frieden - aufgrund antikommunistischer Demonstrationen jedoch wieder baldige Abreise. Oratorium Das Lied von den Wäldern.

1950 – Fahrt zum Weltfriedenskongress nach Warschau.

1951 – Fertigstellung der 24 Präludien und Fugen; 10 Poeme für Chor a cappella (UA Moskau).

1952 – Reise nach Wien zum Weltfriedenskongress. Stalinpreis für die 10 Poeme.

1953 – Tod Stalins - mit Nikita Chruschtschow beginnt eine Phase der geistigen Liberalisierung.
10. Symphonie
(UA Leningrad).

1954 – Schostakowitsch erhält den Titel 'Volkskünstler der UdSSR'. Seine Frau Nina stirbt an Krebs.

1956 – Heirat mit der Lehrerin Margarita Andrejewna Kainowa. 6. Streichquartett (UA Leningrad).

1957 – Wahl zum Sekretär des Komponistenverbandes der UdSSR (bis 1968). 2. Klavierkonzert (UA Moskau); 11. Symphonie (UA Moskau).

1958 – Völlige Rehabilitierung durch das ZK der KPdSU. Scheidung von Margarita Andrejewna Kainowa. Operette Moscow–Cheriomushki.

1959 – Schostakowitsch erleidet eine chronische Rückenmarkserkrankung mit Lähmungserscheinungen. 1. Konzert für Violoncello und Orchester op. 107 (UA Leningrad).

1960 – Wahl zum 1. Sekretär des Komponistenverbandes der RSFSR, Aufnahme in die Kommunistische Partei. Aufenthalt im Sanatorium. 7. und 8. Streichquartett (UA Leningrad); 12. Symphonie (UA 1961).

1961 – Krankenhausaufenthalt von Jänner bis Februar.

1962 – Wahl zum Deputierten des Obersten Sowjets der UdSSR. Heirat mit Irina Antonowna Supinskaja. 13. Symphonie (UA Moskau).

1964 – Schostakowitsch–Festival in Gorki. 9. und 10. Streichquartett (UA Moskau); Die Hinrichtung des Stepan Rasin (UA Moskau).

1966 – Mehrmonatiger Krankenhausaufenthalt aufgrund eines Herzinfarktes. Jubiläumsfeierlichkeiten in der gesamten Sowjetunion zum 60. Geburtstag des Komponisten. Verleihung der Auszeichnung 'Held der sozialistischen Arbeit'. 11. Streichquartett (UA Leningrad); 2. Konzert für Violoncello und Orchester (UA Moskau).

1967 – Bleibende Gehbehinderung durch Beinbruch. 2. Violinkonzert (UA Moskau).

1969 – Weitere mehrmonatige Krankenhausaufenthalte. 14. Symphonie (UA Moskau).

1971 – Neuerlicher Herzinfarkt. Verleihung des Ordens der Oktoberrevolution. 15. Symphonie (UA 1972 Moskau).

1974 – Wahl zum Deputierten des Obersten Nationalitätenrates der UdSSR. 15. Streichquartett (UA Leningrad). Glinka-Staatspreis für Chorszyklus Die Treue sowie für das 14. Streichquartett.

1975 – Dmitri Schostakowitsch stirbt am 9. August an einem Herzinfarkt in Moskau.

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