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Luciano Berio: Chemins I

  • (su Sequenza II) (1965)
  • für Harfe und Orchester
  • 3 3 3 3 - 4 4 3 1 - Hf(2), Cel, Cemb, Klav, Str(8 Vl.A, 8 Vl.B, 8 Vl.C, 8 Va, 8 Vc, 8 Kb)
  • Dauer: 12’
  • Solisten:
    Harfe
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte
    2. Flöte
    3. Flöte
    1. Oboe
    2. Oboe
    3. Oboe
    1. Klarinette in B
    2. Klarinette in B
    3. Klarinette in B (+Bkl(B))
    1. Fagott
    2. Fagott
    Kontrafagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete in C
    2. Trompete in C
    3. Trompete in C
    4. Trompete in C
    1. Tenorposaune
    2. Tenorposaune
    3. Tenorposaune
    Basstuba
    1. Harfe
    2. Harfe
    Cembalo
    Celesta
    Klavier
    Violine A(8)
    Violine B(8)
    Violine C(8)
    Viola(8)
    Violoncello(8)
    Kontrabass(8)
  • Komponist: Luciano Berio
  • Commission: Kompositionsauftrag des SWF Baden-Baden

Werkeinführung

Nie ist Getanes je abgeschossen. Das “vollendete” Werk selbst ist Ritual und Kommentar für anderes, das vorausging, für anderes, das folgen wird. Die Frage provoziert nicht Antwort, Kommentar vielmehr und neue Fragen… Chemins (1965) ist ein spezifischer Kommentar, der – unverändert fast – sein Objekt und Subjekt in sich schließt: die Sequenza II für Harfe solo (1963). Sie sind weder Resultat einer bloßen Orchester-Einkleidung der Sequenza II, noch sind sie Verlagerung eines objet trouvé in neue Umgebung; die Chemins sind vielmehr neue Leseart struktureller Charaktere, wie sie dem Original bereits innewohnten – Quasi-Analogie zum Aufbau eines Organums aus gegebenem Tenor. Die Chemins verknüpfen Text und Kommentar in ständigem Austausch der Elemente, so wie ein Standbild Licht und Schatten besitzt, durch Licht und Schatten aber sein Wesen verändert…wie alles, was wir tun, von anderem Kunde gibt, in weiterer Wucherung von Wegen, die unausweichlich auf weitere Wege verweisen, und jeder verästelt sein Los in einem Gewirr von Strünken und Ästen und Zweigen und Rispen. Und dann stehen wir da, an den rispigsten Enden von Rispen, und schauen auf die eben noch sprossenden Linien des Sinns; einzig nach rückwärts ist ihnen zu folgen, oder vielleicht auch nach vorn; denn nach dorthin auch spüren sie drei Millionen Spurenwege, tasten auf drei Millionen von Pfaden. Gewiss, eine Handvoll wird anders sich leiten als zur Kreuzung mit zwei Millionen und mehr…

Luciano Berio

Hörbeispiele

Uraufführung

Ort:
Donaueschingen (DE)
Datum:
30.11.1964
Orchester:
Südwestfunk Orchester
Dirigent:
Ernest Bour
Hauptsolisten:
Francis Pierre

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