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Anton Webern: 3 Volkstexte

  • für Gesang, Violine (auch Viola), Klarinette in B und Bassklarinette in B
  • Dauer: 3’
  • Instrumentierungsdetails:
    Ges,V(Va),Klar(B),Klar-B(B)
  • Komponist: Anton Webern
  • Textdichter: Anonymus
  • Übersetzer: Eric Smith

Werkeinführung

Diese Lieder aus den Jahren 1924 (Nr. 1) und 1925 sind frühe Zeugnisse von Weberns Auseinandersetzung mit Schönbergs Methode der „Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“, die er 1923 erstmals in Kompositionen realisiert hatte. Im ersten Lied lässt sich eine eigentliche „Reihe“ noch nicht feststellen, das Stück ist konsequent in Zwölftonfeldern komponiert, ähnlich wie sie Webern selbst für 6. Bagatellen op. 9 und 4 Lieder op. 12 beschrieben hat. Den beiden anderen Liedern aber liegt bereits je eine Zwölftonreihe zugrunde, die untransponiert und ohne die üblichen Umformungen Krebs, Umkehrung und Krebsumkehrung in mehrfacher Abfolge die Komposition bestimmt. Während die Reihe im zweiten Lied auf die vier Stimmen aufgeteilt, für den Hörer also nicht nachzuvollziehen ist, wird sie im letzten Lied von der Singstimme viermal unverändert präsentiert. Für das Erscheinungsbild, den Klangcharakter der Komposition blieb die Dodekaphonie hier ohne Bedeutung, sie ermöglichte Webern jedoch eine weitgehende Systematisierung des bisher nur intuitiv geregelten atonalen Satzes. Die Uraufführung der 3 Volkstexte fand erst 1952 in New York statt, im Druck erschien sie 1955.

Manfred Angerer

Hörbeispiele

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