Alban Berg: Lulu

(Bearbeiter: Friedrich Cerha)

  • dreiaktige Fassung, vervollständigt von Friedrich Cerha (1927-1935)
  • nur in Verbindung mit Oper in 2 Akten erhältlich
  • 3 3 4 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(8), Hf, Klav, Asax, Str, Bühnenmusik: 2 Fl, 4 Kl, Asax, Tsax, Kfg, 4 Jazztrp, 2 Jazzpos, Sousaphon, Jazzschl(3), Bj, Klav, 3 Vl, Kb
  • Dauer: 60’
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte (+Picc)
    2. Flöte (+Picc)
    3. Flöte (+Picc)
    1. Oboe
    2. Oboe
    3. Oboe (+Eh)
    1. Klarinette in B (+Kl(Es))
    2. Klarinette in B (+Kl(Es))
    3. Klarinette in B
    Bassklarinette in B
    Altsaxophon in Es
    1. Fagott
    2. Fagott
    3. Fagott (+Kfg)
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete in C
    2. Trompete in C
    3. Trompete in C
    1. Posaune
    2. Posaune
    3. Posaune
    Tuba
    Pauken
    Schlagzeug (8 Spieler)
    Harfe
    Klavier
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
    Bühnenmusik: kleine Flöte
    Flöte
    1. Klarinette in B
    2. Klarinette in B
    3. Klarinette in B
    Bassklarinette in B
    Altsaxophon in Es
    Tenorsaxophon in B
    Kontrafagott
    1. Jazztrompete in B
    1. Jazztrompete in C
    2. Jazztrompete in B
    2. Jazztrompete in C
    1. Jazzposaune
    2. Jazzposaune
    Sousaphon
    Jazz-Schlagzeug (3)
    Banjo
    Klavier
    1. Violine (mit Jazz-Trichter)
    2. Violine (mit Jazz-Trichter)
    3. Violine (mit Jazz-Trichter)
    Kontrabass;
  • Rollen: Lulu ... hoher Sopran Gräfin Geschwitz (II./III. Akt) ... dramatischer Mezzosopran Eine Theater-Garderobiere (I. Akt) Ein Gymnasiast [Hosenrolle] (II. Akt) Ein Groom [Hosenrolle] (III. Akt) ... Alt Der Medizinalrat [Sprechrolle] (I. Akt) Der Bankier (III. Akt) Der Professor [stumme Figur] (III. Akt) ... hoher Bass Der Maler (I. Akt) Ein Neger (III. Akt) ... lyrischer Tenor Dr. Schön, Chefredakteur (I./II. Akt) Jack the Ripper (III. Akt) ... Heldenbariton Alwa, Dr. Schön's Sohn, Komponist ... jugendlicher Heldentenor Schigolch, ein Greis ... hoher Charakterbass Ein Tierbändiger (Prolog) Ein Athlet (II./III. Akt) ... Heldenbass mit Buffo-Einschlag Der Prinz ['ein Afrikareisender'] (I. Akt) Der Kammerdiener (II. Akt) Der Marquis ['ein Mädchenhändler'] (III. Akt) ... Tenor-Buffo Der Theaterdirektor (I. Akt) ... Bass-Buffo (tief) Ein Clown [stumme Rolle] (Prolog) Ein Bühnenarbeiter [stumme Rolle] (Prolog) Der Polizeikommissär [Sprechrolle] (III. Akt) Eine Fünfzehnjährige (III. Akt) ... Opernsoubrette Ihre Mutter (III. Akt) ... Alt Eine Kunstgewerblerin (III. Akt) ... Mezzosopran Ein Journalist (III. Akt) ... hoher Bariton Ein Diener (III. Akt) ... tiefer Bariton
  • Komponist: Alban Berg
  • Librettist: Alban Berg
  • Dichter d. Textvorlage: Frank Wedekind
  • Klavierauszug: Erwin Stein
  • Bearbeiter: Friedrich Cerha
  • Herausgeber: Hans Erich ApostelRudolf Stephan
  • Original-Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Arthur JacobsRichard Stokes
  • Widmung: Arnold Schönberg zum 60. Geburtstag

Werkeinführung

Alban Berg hinterließ seine Oper Lulu unvollendet. Sein früher Tod am 24. Dezember 1935 verhinderte die vollständige Instrumentation des 3. Aktes, der nur als Particell vorliegt. Von den 1300 Takten dieses Particells, das den 3. Akt in seiner Gesamtheit umfasst, liegen 416 Takte in Bergs eigener Instrumentation vor, im großen Rest finden sich Instrumentationshinweise, und bei 88 Takten herrscht eine gewisse Unsicherheit bezüglich des Notentexts.

Noch ein Jahr vor seinem Tod fertigte Berg seine Symphonischen Stücke aus der Oper Lulu an, die Lulu-Suite, um der gespannt wartenden Musikwelt einen Begriff von der neuen Schöpfung zu geben.

Nach langem und gründlichem Studium des gesamten relevanten überlieferten Materials und einem ebensolchen Abwägen von damit verbundenen positiven und negativen Aspekten entschloss sich Friedrich Cerha, eine spielbare Fassung des 3. Akts herzustellen. Seine Arbeit erstreckte sich über die Jahre 1962–1974, und sie wurde nach dem Tod von Helene Berg infolge der Zugänglichkeit weiterer Quellen 1976–1977 und 1981 nochmals einer Revision unterzogen.

Da ein Vergleich von Particell und Partitur der ersten beiden Akte und der instrumentierten Teile des 3. Akts zeigt, dass es keinerlei gravierenden Abweichungen gibt, sah Cerha keinen Grund, sich nicht an den im Particell festgeschriebenen Verlauf der Komposition zu halten.

Die posthume Uraufführung der ersten beiden Akte der Oper fand am 2. Juni 1937 in Zürich statt. Zur ersten integralen Aufführung der gesamten Oper kam es am 24. Februar 1979 in Paris. Der von Friedrich Cerha hergestellte 3. Akt ermöglichte es fortan, zwischen einer zwei- und dreiaktigen Fassung zu wählen.

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

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