COVID-19 Update

Liebe Kundinnen und Kunden, wir möchten Sie darauf hinweisen, dass aufgrund der aktuellen Situation rund um den Corona Virus Ausgangsbeschränkungen in Österreich erlassen worden sind. Aus diesem Grund bitten wir Sie, Ihre Anliegen in schriftlicher Form an [email protected] zu schicken. Gerne können Sie natürlich auch weiterhin die diversen Kontakformulare auf unsere Website nutzen sowie Bestellungen in unserem Webshop tätigen. Wir bitten um Geduld, falls wir Ihre Anfragen und Bestellungen nicht im gewohnten Tempo bearbeiten können – aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist für Unternehmen in Österreich derzeit nur ein reduzierter Betrieb möglich. Wir möchten Ihnen aber versichern, dass sich die Universal Edition auch in Zeiten wie diesen um ihre Kunden kümmert. Beste Grüße, Ihr Team der Universal Edition.

György Ligeti: Apparitions

  • für Orchester
  • 3 0 3 3 - 6 3 3 1 - Schl(4), Hf, Cel, Cemb, Klav, Str(12 12 8 8 6) - zusätzlich Echo: 3 Vl, Trp
  • Dauer: 9’
  • Instrumentierungsdetails:
    3 0 3 3 - 6 3 3 1 - Schl. (Xyl., Glsp.): 4 Spieler - Hf., Cel., Cemb., Klav. - Str.: 6. 6. 4. 4. 3 - zusätzlich Echo: 3 Vl., Trp.
  • Komponist: György Ligeti
  • Inhaltsverzeichnis:
    Apparitions

Werkeinführung

Die Apparitions (Erscheinungen) für Orchester bestehen aus zwei Sätzen: "Lento" und "Agitato". Der zweite Satz ist eine freie Variation des ersten. Beim Komponieren der Apparitions stand ich vor einer kritischen Situation: mit der Verallgemeinerung der Reihentechnik trat eine Nivellierung in der Harmonik auf; der Charakter der einzelnen Intervalle wurde immer indifferenter. Zwei Möglichkeiten boten sich, diese Situation zu bewältigen: entweder zum Komponieren mit spezifischen Intervallen zurück zu kehren, oder die bereits fort schreitende Abstumpfung zur letzten Konsequenz zu treiben und die Intervallcharaktere einer vollständigen Destruktion zu unterwerfen. Ich wählte die zweite Möglichkeit. Durch die Beseitigung der Intervallfunktion wurde der Weg frei zum Komponieren von musikalischen Verflechtungen und von Geräuschstrukturen äußerster Differenzierung und Komplexität.

Formbildend wurden Modifikationen im Inneren dieser Strukturen, feinste Veränderungen der Dichte, der Geräuschhaftigkeit und der Verwebungsart, das Einanderablösen, Einanderdurchstechen und Ineinanderfließen klingender 'Flächen' und 'Massen'. Zwar verwendete ich eine strenge Material- und Formorganisation, die der seriellen Komposition verwandt ist, doch war für mich weder die Satztechnik noch die Verwirklichung einer abstrakten kompositorischen Idee das Wichtigste. Primär waren Vorstellungen von weit verzweigten, mit Klängen und zarten Geräuschen ausgefüllten musikalischen Labyrinthen.

György Ligeti
(im Programmheft zur Uraufführung)

Hörbeispiele

Uraufführung

Ort:
Köln (DE)
Datum:
19.06.1960
Orchester:
NDR SO
Dirigent:
Ernest Bour

Zuletzt angesehene Werke

Keine zuvor angesehenen Werke