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Wolfgang Rihm: Fremde Szenen I-III

  • Versuche für Klaviertrio – 1. Folge (1982-1984)
  • für Violine, Violoncello und Klavier
  • Dauer: 45’
  • Instrumentierungsdetails:
    Violine
    Violoncello
    Klavier
  • Komponist: Wolfgang Rihm
  • Inhaltsverzeichnis:
    Fremde Szene I
    Fremde Szene II – „Charakterstück“
    Fremde Szene III
  • Widmung: [Fremde Szene I]: Den Freunden vom Stuttgarter Klaviertrio Monika Leonhardt, Rainer Kußmaul, Claus Kanngießer [Fremde Szene II]: Für Aloys Kontarsky, Saschko Gawriloff und Siegfried Palm [Fremde Szene III]: ohne Widmung

Werkeinführung

Die drei „Versuche” für Klaviertrio sind seit ihrer Uraufführung Anfang der 80er Jahre Klassiker der neuen Kammermusik geworden. Wolfgang Rihm ist sich der „Fremdheit” seiner kammermusikalischen „Szenen” völlig bewusst – insbesondere der des zweiten Trios, das den Titel „Charakterstück” trägt und den Hörer an Schumann gemahnt. Der Komponist warnt: „Die fremde Zunge spricht Eigenstes, kein Ton ist zitiert, in den ‚Ton‘ wird gefallen, gestürzt.”

Schon im ersten Trio scheint die Geschichte der Gattung hinter einer Schleier präsent zu sein, mit typisch Rihm’schen Gesten, mit seiner Impulsivität , mit dem charakteristischen obsessiven Repetitionen, den nachdenklichen, meditativen Momenten. Das „Charakterstück” ist voll mit Überraschungen, der Komponist lädt den Hörer auf eine surreale Reise ein. Der Anfang des dritten Trios ist fragmentarisch, verträumt, mit Pausen zwischen den Fragmenten. Die Tradition scheint in den Hintergrund getreten zu sein. Nach etwa drei Minuten jedoch kehrt sie zurück, diesmal eher mit Beethoven’schen und vielleicht Brahms’schen denn als Schumann’schen Gesten und Quasi-Zitaten. Im Laufe des Werks wird die Musik sozusagen „ver-rückt”, Rihm scheint mit der Tradition zu spielen, lenkt die Musik in Bahnen, die den Hörer überraschen und faszinieren.

Bálint Varga

Hörbeispiele

Uraufführung

Ort:
Gelsenkirchen (DE)
Datum:
21.11.1984
Hauptsolisten:
Saschko Gawriloff, Vl, Siegfried Palm, Vc, Bruno Canino, Klav

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