Beat Furrer: Dort ist das Meer – nachts steig' ich hinab

  • für gemischten Chor und Orchester
  • 3 2 4 3 - 4 3 3 1 - Schl(2), Klav(2), E-Org, Str (4 4 6 6 4)
  • Dauer: 16’
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte (+Afl(G))
    2. Flöte
    3. Flöte
    1. Oboe
    2. Oboe
    1. Klarinette in B
    2. Klarinette in B
    3. Klarinette in B (+Bkl(B))
    Bassklarinette in B
    1. Fagott
    2. Fagott
    Kontrafagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete in C
    2. Trompete in C
    3. Trompete in C
    1. Posaune
    2. Posaune
    3. Posaune
    Basstuba
    1. Schlagzeug
    2. Schlagzeug
    1. Klavier
    2. Klavier
    Elektro-Orgel
    1. Violine I
    2. Violine I
    3. Violine I
    4. Violine I
    1. Violine II
    2. Violine II
    3. Violine II
    4. Violine II
    1. Viola
    2. Viola
    3. Viola
    4. Viola
    5. Viola
    6. Viola
    1. Violoncello
    2. Violoncello
    3. Violoncello
    4. Violoncello
    5. Violoncello
    6. Violoncello
    1. Kontrabass
    2. Kontrabass
    3. Kontrabass
    4. Kontrabass
  • Chor: 4S, 4A, 4T, 4B
  • Komponist: Beat Furrer
  • Textdichter: Pablo Neruda

Werkeinführung

Der Komponist über sein Werk:

Der Text läßt nicht etwa die Sehnsucht nach einer vergangenen Zeit erklingen, sondern ist Audruck von Verzweiflung über geschehenes Unglück, Elend, als dessen stummer Zeuge der Mapocho-Strom, schneegeboren, dem Schnabel des Adlers entsprungen, sich durch das 'aschene Tal' wälzt. Unerbittlichkeit und Gleichgültigkeit wird ihm zum Vorwurf. Die immer eindringlicheren Rufe des Dichters, die angstvollen Fragen, die verzweifelten Forderungen, werden mit Schweigen beantwortet.

Der Text Nerudas ist hier nicht als programmatische Vorlage zur musikalischen Komposition verstanden worden. Da lediglich Fragmente von Texten verwendet wurden, war es möglich, die Sprache der musikalischen Komposition unterzuordnen. Das Orchester-Tutti, das vom Dirigenten abhängige, synchrone Geschehen, dessen Dynamik sich meist zwischen ppppp und p bewegt, nur an einigen wenigen Stellen mit Gewalt hervorbrechend, bildet eine Schicht des Klanges, aus dessen Verlauf individuelle Stimmen 'abzweigen', sich zu einem Gewebe verdichtend, den (synchronen) Tutti-Klang in den Hintergrund drängend. Diesen vom Dirigenten unabhängigen Stimmen sind eigene Tempoverhältnisse zugeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, extrem divergierende Tempoverhältnisse, lange Spannungsbögen individueller Zeitabläufe, zu überlagern.

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
Genève (CH)
Datum:
19.08.1986
Orchester:
Orchestre de la Suisse Romande
Dirigent:
Michel Tabachnik

Zuletzt angesehene Werke

Keine zuvor angesehenen Werke